Buschenschank

Zünftig und herzhaft Essen und dazu den Durst mit einem kühlen, hausgemachten Bier löschen – das können Gäste im urigen Buschenschank Pfefferlechner. Er lockt mit heimeligen Stuben, dem urigen Keller, dem überdachten Innenhof und einem herrlich schattigen Biergarten. Besonders der Nachwuchs ist begeistert vom Blick in den Stall des Pfefferlechner, wo er Pferden und Ziegen beim Fressen zuschauen kann.

1981 von Martin Laimer und dessen Familie als einfacher Buschenschank eröffnet, in dem anfangs nur selbst eingekellerter Wein, Knödel, Speck und Pellkartoffeln mit Käse serviert wurde, hat sich der Pfefferlechner in der Zwischenzeit zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Gäste entwickelt.

Der für Südtirol typische Buschenschank ist ein Betrieb, in dem Landwirte ihre Erzeugnisse, das heißt Getränke und Speisen, servieren dürfen. Die Erlaubnis basiert auf einem Gesetz von Josef II. Die saisonalen Öffnungszeiten waren auf einzelne Monate beschränkt, wobei ein aufgesteckter Buschen (ein Zweig) Besuchern signalisierte, dass der Buschenschank geöffnet ist.

Buschenschank und Hausbrauerei Pfefferlechner, Lana
Traditionelle Südtiroler Spezialitäten & ein kühles BierBiergarten der Brauerei Pfefferlechner in Lana, Südtirol

Neben dem authentischen Ambiente und den kulinarischen Spezialitäten wissen Gäste des Pfefferlechner ganz besonders die Herzlichkeit zu schätzen, mit der sie zwischen März und Anfang Dezember willkommen geheißen werden.

Darüber hinaus zeichnet den Pfefferlechner auch das Angebot an typischen Speisen und Getränken aus. In der Küche werden dabei ausschließlich frische Zutaten aus der Region verwendet. Daraus entstehen Südtiroler Köstlichkeiten wie Herzhaftes vom Grill, Marenden, Knödel, Schlutzer, verführerische Buchteln oder pfannenfrische Strauben – zusammen mit einem süffigen Vernatsch aus der Umgebung, selbstgebranntem Schnaps und eigenem, hausgebrauten Bier - ein echter Hochgenuss!

Geschichte

Die Geschichte des Pfefferlechner beginnt schon sehr früh: 1297 wird das Anwesen erstmals urkundlich erwähnt. Seit nunmehr 30 Jahren wird der Buschenschank von Martin Laimer und seiner Frau Christine geleitet. Ursprünglich als kleiner Zuerwerbsbetrieb für den Direktverkauf eigener Weine gegründet, kommt 1997 die hauseigene Schnapsbrennerei in der „Schnapsstube“ hinzu und acht Jahre später wird aus einer alten Garage das „Brauhaus“. Seitdem können die Gäste dem Brenn- und dem Braumeister über die Schulter schauen und dabei vor den glänzend polierten kupfernen Sudkesseln, am Läuterbottich, neben Lagertanks, dem Gärkeller oder unter der Schrotmühle sitzend, den gesamten Brauvorgang „Schluck für Schluck“ miterleben. – Ein echtes Erlebnis für die ganze Familie! 

1981

Martin Laimer eröffnet zusammen mit Mutter, Schwester und seinen Brüdern den Pfefferlechner-Keller. Der besteht aus zwei Stübelen (heute das Musikanten- und das Schnapsstübele) und einem Garten mit Tischen. Geöffnet ist der Keller im Frühjahr und im Herbst, für insgesamt fünf Monate. Zum Essen gibt es Speck, Käse und Kaminwurzen, zum Trinken Wein, Wasser und Saft.

1986

Der nächste große Schritt: das Lokal wird in den ehemaligen Innenhof des Pfefferlechner verlegt. Eine markante Besonderheit des Pfefferlechners entsteht: der Blick in den Stall. Außerdem werden erstmals warme Gerichte serviert wie Knödel mit Salat, Pellkartoffeln und ab und zu ein von der Mutter zubereitetes „Mus“. Der Pfefferlechner fungiert weiterhin als Buschenschank, hat aber nun sechs Monate im Jahr geöffnet und bietet Produkte und Speisen aus eigener Herstellung an.  

1994

1994 erhält der Pfefferlechner im zweiten Anlauf eine Gasthauslizenz, das Angebot wird weiter ausgebaut, es gibt nun auch Bier, Rippelen, Haxen und vieles mehr.

1997

1997 wird die Brennerei in Betrieb genommen. Das „Gupffleisch“, das jeden Dienstag auf der Karte steht, entpuppt sich als echter Favorit bei den Besuchern und zieht immer mehr Gäste an.

Eine Kegelbahn, das „Indianerland“ und ein Streichelzoo erweitern das Angebot für die ganze Familie.

2005

2005 geht mit der Brauerei im Pfefferlechner Lanas erste Hausbrauerei in Betrieb.
Von allem Anfang an war die Grundidee klar: wir wollen unsere Gäste an der Entstehung unserer Biere teilhaben lassen.
Von der Gerste vor der Schrotmühle bis zum Lagertank ist im Pfefferlechner Brauhaus alles einsehbar und der Bierliebhaber kann mittendrin zwischen Sudkessel, Gärbottich und Lagertank seine frisch gezapften „Pfeffer Biere“ genießen.

Törggelen

Es ist Herbst, die Traubenernte ist eingefahren und gekeltert. Der Sage nach schleichen jetzt Zwerge, die „Wein-Nörggelen“, vom Berg herunter, lassen sich neuen Wein schenken oder stibitzen gar etwas von den edlen Tropfen. – Wie er wohl schmeckt, der frische Rebensaft? Während die Zwerge heimlich naschen, gehen die Menschen zum „Törggelen“...

Das Törggelen ist seit jeher Brauch in Südtirol. Von Oktober bis Mitte November erwarten den Besucher nach wie vor in Buschenschänken und urigen Lokalen traditionelle Spezialitäten. Überall dort, wo es neuen Wein gibt, wurde schon früher im Herbst nach dem Weinpressen ordentlich geschmaust. Die Erntehelfer und Helfershelfer aus nah und fern lud man zu einer Marende ein, einem kleinen Fest, bei dem neuer Wein und Suser (neuer Wein vor der Gärung) ausgeschenkt wurden.

Das Essen hat es bis heute in sich: Kraut, Knödel, Geselchtes, Hauswürste, Speck, Aufschnitt mit Kaminwurzen, Käse und alles, was dazugehört. Zum Nachtisch Krapfen und „Köschtn”, gebratene Kastanien mit Butter, zu denen der Suser besonders gut passt.

Ganz dieser Tradition folgend tischt auch der Pfefferlechner traditionelle Törggelegerichte auf – allesamt hausgemacht: Knödel, Schlutzer, Erdäpfelblattln und anderes mehr. Auch der Suser stammt aus dem eigenen Weinberg, die Köschtn von den Bauern der Umgebung und der Speck, die Würste sowie das Kraut werden von ausgewählten Produzenten aus der Region geliefert.

Die Törggelesaison im Pfefferlechner beginnt in der Regel Anfang Oktober, sobald die ersten Trauben gekeltert sind und die Kastanien von den Bäumen fallen. – Eine herrliche Zeit auch, um durchs farbenfrohe Meraner Land zu wandern oder - bis in den November hinein – dort zu golfen.

Törggelen im Buschenschank Pfefferlechner bei Meran

Im Oktober beginnt die Törggelesaison

Stimmungsmusik im Pfefferlechner, Törggelen in Lana
Törggelen im Herzen Südtirols, Pfefferlechner in Lana

Selbstgebranntes

Im Pfefferlechner stammt vieles aus eigener Produktion, darunter auch die „Schnapsln“. Direkt in der Schnapsstube steht der Brennkessel, der fleißig in Betrieb ist. Je nach Jahreszeit entstehen darin Marillen-, Williams-Birnen-, Trester- oder unser Bierbrand. Gäste können dem Brennmeister sogar direkt bei der Arbeit zusehen und Wissenswertes über die hohe Kunst des Brennens erfahren.

Während der Brenntage im November steht eine ganz besondere Spezialität, das „Gupffleisch“, auf der Karte - in Schnapsdampf gekochter Schweinsschopf, mit Speckknödel und gedünstetem Weißkraut.
Wem nach (oder vor) soviel „leiblichem Wohl“ der Sinn nach etwas Bewegung steht, der findet rund um den Pfefferlechner jede Menge lohnenswerter Ausflugsziele: Wie wär’s etwa mit einer Waalweg-Wanderung, einer Radtour, einem Spaziergang durch die Obstwiesen – besonders schön zur Blütezeit im Frühjahr – oder dem Besuch einer der Sehenswürdigkeiten der Region wie der Schnatterpeck-Altar oder das Obstbaumuseum.

Im Pfefferlechner sind übrigens auch größere Gruppen willkommen, ein Busparkplatz ist vorhanden.  

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Pfefferlechner Buschenschank & Hausbrauerei
St. Martinsweg 4 • I -39011 Lana • Südtirol/Italien • Tel +39 0473 562521 • 
MwSt-Nr. IT01536970211

Öffnungszeiten

Geöffnet von 16:00-23:30 Uhr